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Ziele und Wege

Mit den Lärmaktionsplänen steht den Städten und Gemeinden in Nordrhein-Westfalen ein nachhaltiges und langfristiges Konzept zum Abbau von Lärmbelastungen zur Verfügung, das die städtebauliche Entwicklung und Verkehrsplanung berücksichtigt.  

Ziel der Lärmaktionsplanung ist es, schädliche Auswirkungen, einschließlich Belästigungen, durch Umgebungslärm zu verhindern, ihnen vorzubeugen oder sie zu mindern. Zudem sollen ruhige Gebiete erhalten werden.

Ablauf der Lärmaktionsplanung

Die Lärmkarten geben den Städten und Gemeinden einen Überblick über die Lärmsituation in ihrem Gemeindegebiet. Sie machen die Lärmprobleme und negativen Lärmauswirkungen sichtbar. Dort, wo besonders hohe Lärmbelastungen vorliegen, müssen die Kommunen Lärmaktionspläne aufstellen. Maßnahmen, die kurz- oder mittelfristig oder auch über einen langen Zeitraum umgesetzt werden, werden in den Plan aufgenommen. Das bedeutet, es werden Prioritäten gesetzt. Ruhige Gebiete können in den Plan aufgenommen werden, damit sie vor einer Zunahme des Lärms geschützt werden. Die Öffentlichkeit erhält die Gelegenheit, an der Lärmaktionsplanung mitzuwirken.

Je nachdem, wie komplex die Situation in einer Kommune ist, kann die Lärmaktionsplanung aus verschiedenen Projektbausteinen bestehen.

Projektbausteine:

  1. Analyse der Lärm- und Konfliktsituation
  2. Analyse vorhandener Planungen
  3. Aufstellen des Lärmaktionsplanes
  4. Gesamtkonzept und Wirkungsanalysen
  5. Maßnahmenkatalog
  6. Dokumentation der Lärmaktionsplanung

Maßnahmen prüfen

Bei der Lärmaktionsplanung werden verschiedene Maßnahmen zur Lärmminderung geprüft. Prognose-Lärmberechnungen können in diesem Zusammenhang hilfreich sein. Reicht die lärmmmindernde Wirkung der geplanten Maßnahmen aus oder sind weitere oder andere Maßnahmen erforderlich?

Hintergrundinfos:

Verknüpfung mit anderen Planungen

Lärmaktionspläne wirken sich auf andere Planungen, wie z.B. Bauleitpläne oder Regionalpläne aus. Durch die Verknüpfung wird eine gesamtplanerische Lösung und eine frühzeitige Vermeidung der Probleme erreicht. Viele lärmbedingte Konfliktfälle, die im Nachhinein hohe Kosten verursachen, können so vermieden werden. "Ruhige Gebiete", die für die Erholung der Bevölkerung einen hohen Wert haben, können deutlich gemacht und vorsorglich vor einer Zunahme des Lärms geschützt werden.

Abstimmung mit der Luftreinhaltung

Viele lärmmindernde Maßnahmen bewirken gleichzeitig Verbesserungen der Luftqualität oder der Verkehrssicherheit und erhöhen damit die Wohn- und Lebensqualität in den Städten. Auch umgekehrt bewirken Maßnahmen aus der Luftreinhalteplanung Lärmminderungen an den Straßen. Es kann aber auch zu negativen Effekten bei konkurrierenden Maßnahmen aus beiden Planungen kommen. Deshalb ist eine frühzeitige Abstimmung mit den Behörden, die für die Luftreinhalteplanung zuständig sind - in NRW die Bezirksregierungen - wichtig. So können Synergieeffekte ausgenutzt und negative Effekte vermieden werden.

Erfahrungen mit der integrierten Lärmaktionsplanung konnten in einem Pilotprojekt mit den Städten Duisburg und Oberhausen gewonnen werden.

integration_laermaktionsplanung